1144
In einer Urkunde von 1144 bestätigt Kaiser Lothar die
Schenkung des Bischofs Reinhard von Merseburg über
12 Hufengüter in den Dörfern Meller und Pomnitz an
sein Bistum.
Der Bischof Reinhard war ein Nachkomme des Bruno
von Querfurt und war von 1143-1152 Bischof von
Merseburg. Obwohl davon auszugehen ist, daß unsere
Dörfer schon viele Jahre früher als Siedlungen
bestanden haben, gilt das Jahr 1144 als die zur Zeit
erste nachgewiesene urkundliche Erwähnung unserer
drei Dörfer.
1050 - 1150
Mit der Gründung der drei Dörfer haben die Menschen
auch mit dem Bau von Kapellen und Kirchen
begonnen.
Während die Kirchen in Obermöllern und Pomnitz einst
als kleine Kapellen erbaut waren und später durch
einen Neubau, bzw. Umbau ersetzt wurden, ist die
Kirche in Niedermöllern, obwohl auch hier 1710
Umbauten vorgenommen worden sind, als einzige in
ihrem ursprünglichen romanischen Baustil erhalten
geblieben.
Benannt wurde die Kirche in Obermöllern nach dem
Patron der Niederländer und flämischen Kolonisten
Skt. Nikolaus als ,,Skt. Nikolauskapelle". Erbaut wurde
diese kleine Kapelle um 1150, wegen Baufälligkeit
1854 geschlossen, abgerissen und 1855 in der jetzigen
Bauform wieder aufgebaut.
Die Kirche in Pomnitz war dem evangelischen ,,Skt.
Johannes" geweiht. Die um 1050-1150 erbaute Kirche
wurde wegen Baufälligkeit 1718 zum überwiegenden
Teil abgerissen und 1719 wieder aufgebaut.
1224
Nach ,,Skt. Georg" wurde die Kirche in Niedermöllern
benannt und nach ihrem Baustil zu urteilen in der Zeit
von ca. 1100-1200 erbaut. Wahrscheinlicher ist jedoch
1224 als Jahr der Erbauung durch das Kloster
Zscheiplitz oder Reinhardsbrunn anzunehmen.
Obwohl diese Kirche zur Zeit in einem schlechten
baulichen Zustand ist, ist sie die älteste und
wertvollste der drei Kirchen.
1250
Mitte des 13. Jahrhunderts wurden in der Gemeinde
erste Erfolge der Erwerbstätigkeit verzeichnet.
1291
Pforte erwirbt das Patronatsrecht von Niedermöllern
von dem Nonnenkloster Zscheiplitz, welches hoch
verschuldet war. Dies wurde zwischen der Priorin
Margaretha und Probst Hermann mit Zustimmung des
Abtes Marquard in Reinhardsbrunn vereinbart. Es
handelte sich um 5 Hufe (1 Hufe = 7-15 ha) für 35 Mark
Freiberger Silber. 1291 wird der Weinbau zwischen
Roßbach und Niedermöllern erwähnt.

1305
Die Schenken von Saaleck befanden sich in großer
Geldnot. Sie verkauften 86 Morgen (1 Morgen = 2500
qm = 25a) Wald bei Niedermöllern (Schenkenholz) an
das Kloster Pforta.
1343
Durch die Kämpfe der Thüringer Grafen und den
verbündeten Grafen von Orlamünde wurden sieben
Dörfer im Hasseltal verwüstet.

1353
Die Grafen von Orlamünde treten alle Rechte an
unseren Dörfern an Pforta ab.

1366
Nach vielem Hin und Her von Schenkungen, Käufen
und Vererbungen zwischen den Großen dieser Zeit und
den umliegenden Klöstern, gingen die letzten
Besitzungen in unseren drei Dörfern mit allen Rechten,
Freiheiten und Gerichten an Pforta über.
Hassenhausen wird Gerichtsstuhl des Klosters Pforta
für unsere drei Dörfer.