1800
Am 10.11.1800 erschütterte unsere Gegend eine
Nacht lang ein Erdbeben.

1805
Die Schulpflicht wird auf die Zeit vom 6. bis zum 14.
Lebensjahr verändert.

1807
Die Leibeigenschaft wurde 1807 abgeschafft.

1813
In Niedermöllern fallen am 23.03.1813 zwei Gehöfte
einem Brand zum Opfer.
1814
Die Gemeinde Möllern wird preußisch.
Um das Land besser verwalten zu können, bildete
man Provinzen, Regierungsbezirke und Kreise. Mit
dieser Maßnahme wurde der Kreis Naumburg
gegründet.

1816
Die Kirche in Obermöllern erhält eine verbesserte
Orgel.

1818
Bis zu dieser Zeit wurden die Kinder von Obermöllern
in Niedermöllern eingeschult und unterrichtet. Ab
1818 hatte Obermöllern eine eigene Schule.
1824
Die Kirche in Pomnitz erhält im Jahre 1824 eine neue
Orgel von dem Orgelbauer Voigt aus Lossa für 300
Reichstaler.

1827
In Pomnitz herrschte vielfach Wassermangel. Das
Wasser mußte dann von Niedermöllern oder Kösen
geholt werden. Die Gemeinde entschloß sich 1822
zum Bau einer Brunnenanlage. Der Brunnenbau
wurde bis auf eine Tiefe von 30 Metern
vorangetrieben und mußte wegen Geldmangel
eingestellt werden.
1825 konnte mit einem Zuschuß des Königs
Friedrich Wilhelm III. der Brunnen auf eine Tiefe von
60 Meter erweitert werden.
In Obermöllern kommt es zu einer Brandentstehung.
1834
Friedrich August von Häseler verzichtet zu Gunsten
Pfortas auf das Patronarecht von Obermöllern. Am
25.10.1834 wurde Pfarrer Roller eingeführt. Er genoß
keinen guten Ruf bei den Einwohnern und bat 1850
um seine Versetzung.

1841 - 1842
Durch Ablöseverhandlungen mit der königlichen
General-Commission der Provinz Sachsen werden die
Orte Niedermöllern, Obermöllern und Pomnitz von
den Verpflichtungen von Hand- und Spanndiensten
gegenüber der Königlichen Landschule Pforta
befreit.
1842
In diesem Jahr erfolgte die Auflösung des
Schulverbandes zwischen Obermöllern und
Niedermöllern.

1847
Am 25.01.1847 erfolgte die Patronatsablösung der
Schule Obermöllern von den Rittergütern Burgheßler
und Klosterhäseler.

1850
An der Stelle der heutigen Mühle in Niedermöllern
wurde eine Bockmühle errichtet, welche 1869 nieder-
brannte. Danach wurde eine neue Holländer-Mühle
aus Stein gebaut, so wie sie heute noch steht.
1859
In Niedermöllern wurde in Richtung Fränkenau
rechts eine Ziegelei gebaut, in der bis zum Konkurs
1912 Ziegelsteine produziert wurden. Danach
wurden die Gebäude nur noch als Landwirtschaft,
Geflügelfarm und Wohnung genutzt.

1862
In d.J. wird zwischen den Orten Niedermöllern und
Pomnitz ein Feuerwehrspritzenverband gegründet.
Diese beiden Orte hatten eine Handdruckspritze zur
gemeinsamen Nutzung, die in Niedermöllern
stationiert war. Pomnitz hatte nur einige Löschwerk-
zeuge zur Verfügung.
1865
Erst in diesem Jahr wurden im Rahmen der
Separation den Bauern die Waldpläne zugewiesen.
Bis zu diesem Zeitpunkt gehörte die
Gemeindewaldung der gesamten Gemeinde.

1866
Obermöllern bekam in diesem Jahr auch eine Hand-
druckspritze.

1867
Es erfogte die Küstereitrennung zwischen
Obermöllern einerseits und Niedermöllern und
Pomnitz andererseits.
1868
In dem Steuerbuch der Gemeinde wird 1868 in Ober-
möllern eine Brauerei Bischoff nachgewiesen.

1870 - 1871
Einführung einer einheitlichen Währung, die ,,Mark".

1872
Der Unterricht der Kinder in Niedermöllern wurde bis
zu diesen Zeitpunkt in dem Gebäude der ehemaligen
Pfarre durchgeführt. Die Bedingungen waren
schlecht, es herrschte großer Platzmangel. Es wurde
der Bau eines größeren Klassenzimmers
beschlossen, welches in d.J. an das alte
Schulgebäude angebaut wurde.
1875
Bis zu diesem Jahr wurde das Glocken läuten in
Niedermöllern vom Lehrer durchgeführt.
Danach wurde dies nach der Reihe der Gemeinde-
häuser abgesichert.
Am 10.05.1875 wurde Niedermöllern durch ein
Unwetter geschädigt.

1877 - 1878
Am 14.06.1877 wurde in Obermöllern der Grundstein
für eine neue Schule gelegt, die 1878 eingeweiht
wurde. In diesem Gebäude wurde bis zur Einführung
der Zentralschulen 1950 unterrichtet.
Die Gemeinde wurde dem königlichen Land- und
Stadt- gericht in Naumburg zugeordnet.
1878
Der Kirchturm in Niedermöllern wird neu mit Brettern
verschalt.

1881
Der Blitz schlägt in die Orgel der Kirche in Ober-
möllern.

1882
Die Pfarr- und Schulrente wird abgeschafft.
1882
Am 24.07.1882 tobt ein schweres Unwetter über
Niedermöllern und Pomnitz. Durch Hagelschlag blieb
kein Haus unbeschädigt, die Bäume wurden entlaubt,
die Rinde teilweise abgeschlagen.
Es waren 96 Liter/m² Niederschlag gemessen worden.

1883
Die Kirche in Obermöllern erhält eine neue Orgel.
In Niedermöllern sterben 1883 neun und in Pomnitz
zehn Personen an der Krankheit Scharlach.

1886
Der Friedhof in Niedermöllern wird vergrößert.
1888
In Obermöllern brennt das Gehöft von Otto Lehmann
bis auf das Wohnhaus nieder.

1888 - 1889
In Obermöllern wird in Richtung Städten links eine
Bockmühle errichtet.

1890
Am 10.05.1890 ereignete sich in Obermöllern ein
Unwetter. Es entstand ein großer Wasserschaden.
Es war der größte Wasserschaden seit dem
10.05.1875.
1892
In Niedermöllern und Pomnitz wurde in diesem Jahr
ein Kriegerverein gegründet.

1895 - 1897
Von Obermöllern bis Almrich wurde eine Straße
gebaut, zwar mit großem Aufwand, was aber auch
eine große Erleichterung zur Folge hatte.

1896
Trotz mehrmaliger Reparatur wurde die Kirche in
Pomnitz wegen Einsturzgefahr geschlossen.

1897
Die Mühle in Obermöllern brennt vom 21. zum 22.
September mit 50-60 Sack Getreide nieder und wird
als Rundbau mit Bretterverschlag wieder aufgebaut.
Die Brandursache ist unbekannt geblieben.
Am 04.06.1897 wurde in Pomnitz das Richtfest an der
umgebauten Kirche und am 26.09.1897 die
Einweihung gefeiert.
1896 hatte man sich zu einer grundlegenden Erneue-
rung durchgerungen. Der Turm mit den Glocken fiel
dem Umbau, zum Betrübnis der Einwohner, zum
Opfer.
Die Glocke der damaligen Zeit wurde in ein kleines
hölzernes Häuschen neben der Kirche
untergebracht.