1902
Die kleine Glocke in Obermöllern ist gesprungen und
wurde 1903 durch eine neu gegossene ersetzt.

1908
In den Gehöften der Gemeinde werden die ersten
Hauswasserversorgungen installiert.

1909
Die mittlere Glocke der Kirche in Niedermöllern ist
am 11.02.1909 gesprungen. Man war sich nicht einig,
ob sie repariert oder neu gegossen werden sollte.
1910
Die Kirche in Niedermöllern erhält eine neue größere
Glocke. Somit waren es nun drei, eine davon hatte
einen Riß.
In Obermöllern wird eine Dampfmolkerei eröffnet.
Die Volkszählung am 01.12.1910 ergab in
Obermöllern 201, in Pomnitz 130 und in Niedermöllern
214 Einwohner.

1912
Aufgrund bestehenden Wassermangels hat man in
Pomnitz auf der Wiese am Gabitsch ein Bohrloch bis
auf 80 Meter eingebracht,ohne ausreichend Wasser
zu finden. Das Bohrloch wurde wieder zugeschüttet.
In Obermöllern wurde über den Wassergraben am
Gerätehaus eine Brücke gebaut.






1913
In Niedermöllern und Pomnitz wurde, zum Gedenken
an die Völkerschlacht bei Leipzig, je eine Linde
gepflanzt. Am 19.10.1913 wurden in Obermöllern
ebenfalls zwei Linden gepflanzt.
Im gleichen Jahr brannte durch Blitzschlag ein
Gasthof in Niedermöllern ab.

1914
Der 1. Weltkrieg bricht aus.
33 Männer aus Niedermöllern, 13 aus Pomnitz und 37
aus Obermöllern wurden zum Kriegsdienst
einberufen.
19 Männer starben den Heldentod.
Während des Krieges hatte man aus Niedermöllern
zwei der drei Glocken zum Einschmelzen gegen
Bezahlung abgeholt. Eine dieser Glocken wurde
wieder zurückgekauft. Auch aus Pomnitz wurde eine
Glocke (kleinere von beiden) geholt. 1927 wurde die
kleine Glocke durch eine neue ersetzt.
1917
Die mittlere Glocke der Kirche Obermöllern fiel dem 1.
Weltkrieg zum Opfer und mußte zum Einschmelzen
abgegeben werden. Sogar Orgelpfeifen wurden zu
diesem Zwecke ausgebaut und eingeschmolzen.

1918
Die große Glocke der Kirche in Obermöllern erhält
einen Riß und fiel dem 2. Weltkrieg zum Opfer.

1919
Zum Schutze von Hab und Gut wurde in Niedermöllern
eine Einwohnerwehr gebildet und bewaffnet.
1920
Alle drei Dörfer erhalten elektrisches Licht.
In diesem Jahr wurde der Friedhof in Obermöllern
vergrößert.

1921
Zu Ehren der Gefallenen des 1. Weltkrieges ist in
Pomnitz ein Kriegerdenkmal errichtet worden.
Durch den plötzlichen Tod der Betreiber der Mühle in
Obermöllern wurde diese geschlossen. Danach wurde
die Mühle abgebaut, abtransportiert und an einem
nicht bekannten Ort wieder aufgebaut.
1922
Nach der Errichtung der Zuckerfabrik in Laucha
wurde in Obermöllern mit dem Zuckerrübenanbau
begonnen.
Für die Gefallenen des 1. Weldkrieges wird in
Obermöllern ein Kriegerdenkmal errichtet.

1923
Die Inflation setzte ein. Die Mark wurde durch die
Rentenmark ersetzt.
Von 1923-1932 ist August Fuhrmann Besitzer der
Molkerei in Obermöllern.Danach wurde sie
geschlossen.

1924
Mit dem Straßenbau von Obermöllern nach Burgheßler
wurde begonnen. Durch den Straßenbau mußte der
Teich zugeschüttet werden, daraufhin wurde ein
neuer Teich im Jahre 1931 gebaut.
Nach dem Ende der Inflation wurde 1924 die Reichs-
mark eingeführt. Es folgte eine stabile Periode, die
,,goldenen Zwanziger" Jahre.

1925
Bis zu dieser Zeit bestand die letzte Schafherde in
Niedermöllern. Die Schafhutung wurde seither der
Domäne Fränkenau verpachtet.

1926
Am 25.06.1926 wurde ein Kriegerdenkmal in
Niedermöllern errichtet.

1927
Am 18.09.1927 wird zum 100-jährigen Bestehen des
Dorfbrunnens in Pomnitz ein Fest gefeiert. Es war der
Gedanke aufgekommen,eine Ortswasserleitung zu
bauen.
Für die im Jahre 1917 zu Kriegszwecken abgeholte
Glocke wird in Pomnitz eine neue Glocke (die kleinere
von beiden) eingeweiht.

1928
Die ländliche Pflichtfortbildungsschule wird einge-
führt. Die Lehrstunden wurden wechselweise in
Niedermöllern und Obermöllern jeweils in der Schule
gehalten.
Der Dorfbrunnen (Leierbrunnen) in Pomnitz wurde mit
einer elektrisch getriebenen Hubkolbenpumpe ausge-
stattet. Das Wasser wurde in einen Stahlbehälter
gepumpt und konnte von da aus gezapft werden.

1928 - 1929
Mitte Dezember setzte ein harter Winter ein und
dauerte bis Mitte März. Es wurden Temperaturen bis
-35°C gemessen.


1930
Zu dieser Zeit konnte man von der Höhe des
Querberges (Langer Berg) sechs Mühlen sehen
(Niedermöllern, Obermöllern, Hohndorf,
Hassenhausen Großwilsdorf und Größnitz).
Die Mühle in Niedermöllern steht noch heute, die
Mühle in Obermöllern existiert nicht mehr.

1931
In Niedermöllern wurde eine neue Motorspritze
gekauft, die später noch ihre guten Dienste unter
Beweis stellen sollte.
Bisher nutzten Niedermöllern und Pomnitz eine Hand-
druckspritze gemeinsam. Diese wurde dann in
Pomnitz stationiert, wodurch sich für Pomnitz eine
selb- ständige Feuerwehr herausbildete.
In Obermöllern wurde ein neuer Teich gebaut.

1931 - 1932
Der Straßenbau von Obermöllern nach Burgheßler
wurde fortgesetzt.

1932 - 1933
In Pomnitz wurde als erster der drei Orte eine Wasser-
leitung verlegt. In diesem Zusammenhang wurde der
Hochbehälter oberhalb des Ortes in Richtung Nieder-
möllern gebaut.

1933
In Vorbereitung des geplanten Straßenbaus von
Niedermöllern nach Fränkenau wurden von 30 Mann
des Arbeitsdienstes im Steinbruch am Hasselberg
Steine gebrochen.
In diesen Jahr erfolgte die Machtergreifung durch
Adolf Hitler.

1934
Am 01.04.1934 wurde mit dem Bau der Straße nach
Fränkenau begonnen. 80-100 Mann des Arbeitsdien-
stes kamen zum Einsatz. Weil die Steine für den Bau
der Straße nicht ausreichten, mußten noch Steine aus
Obermöllern zugekauft werden. Am 06.10.1934 war
der Straßenbau abgeschlossen.
An der neuen Straße nach Fränkenau wurden 240
Kirschbäume gepflanzt.
Die Bauern der umliegenden Dörfer eröffneten in
Obermöllern eine gemeinschaftliche Saatreinigung,
die über einen Zeitraum von 22 Jahren genutzt wurde.
Am 16.03.1934 wurde die Wehrpflicht eingeführt.
In Niedermöllern am Ortsausgang und Obermöllern in
der Ortslage wurden über die Flutgräben vom Arbeits-
dienst neue Brücken gebaut.
In Pomnitz wurde die Freiwillige Feuerwehr
gegründet.

1935
Das Jahr brachte ein sehr große Trockenheit. Das
Wasser mußte für alle drei Dörfer aus der Saale bei
Almrich geholt werden. Die kümmerliche Ernte wurde
noch zusätzlich durch Hagelschlag geschädigt.

1936
Im Februar 1936 mußte ein Flugzeug auf dem
Scherzenberg bei Obermöllern aus technischen
Gründen notlanden,wurde auseinandergebaut und
abtransportiert.

1937
Die Gemeindestraße nach Almrich wird zur Entlastung
der Gemeinde als Kreisstraße übernommen.


1938
Am 21.04.1938 kam in den Gemeinden nach
ministerieller Bestimmung die Anweisung zur Ämter-
trennung zwischen Kirche und Schule und der damit
verbundenen Vermögensauseinandersetzung.

1939
Es war ein sehr nasses Jahr, dadurch wurden sehr
schlechte Ernten eingefahren.
Durch Beginn des Krieges wurden zahlreiche Männer
einberufen.
Der Winter 1939-1940 war mit -25°C bis -28°C über
einen längeren Zeitraum sehr kalt.
In diesem Jahr erhält die Feuerwehr von Obermöllern
eine neue Motorspritze.

1940
In diesem Jahr wurde die Gemeinde von englischen
Fliegern bombardiert, dabei sind sehr große Schäden
in den Dörfern entstanden.

1940 - 1941
1941 - 1942
In den beiden Wintern war es sehr kalt und es folgten
starke Schneefälle mit Verwehungen. 8 Tage lang
wurden die drei Orte von der Außenwelt abge-
schnitten.

1941
In diesem Jahr wurde der Ablösevertrag der
Gemeinde Möllern gegenüber der Landesschule
Pforta geschlossen.

1943
Die Gebäude der Mühle in Obermöllern werden
weiterhin bewohnt, sowie auch die Ziegelei in
Niedermöllern.
Ohne Wasser und elektrisches Licht.

1944
Am 25.07.1944 stürzte ein großer viermotoriger
amerikanischer Flieger zwischen Niedermöllern und
Fränkenau ab. Die verstorbenen Fliegersoldaten
wurden auf dem Friedhof in Niedermöllern beigesetzt.
Es kam eine große Anzahl evakuierter Menschen aus
Berlin in unsere Dörfer. Die Schülerzahl stieg in
Niedermöllern von 34 auf 85 Personen an.

1945
Im Februar kamen wiederum Flüchtlinge aus den Ost-
gebieten in unsere Dörfer. Drei bis vier Familien
waren teilweise in den Wohnhäusern untergebracht.
Am 11.04.1945 rückten gegen Abend die ersten
amerikanischen Panzer in Obermöllern ein.
Am 12.04.1945 rollten die Panzer und
Militärfahrzeuge durch Pomnitz und Niedermöllern
nach Naumburg.
Obwohl die deutsche Wehrmacht am Tag zuvor noch
in unseren Dörfern war, haben sich die Einwohner
unserer drei Orte widerstandslos ergeben. Es gab 11
Tage lang keinen Strom.
Am 29.-30.06.1945 rückten die Amerikaner aus
unseren drei Orten ab.
Bevor die Amerikaner aus unserer Gegend abzogen,
wurden die auf dem Friedhof in Niedermöllern
begrabenen Fliegersoldaten exhumiert und in ihr
Heimatland überführt.
In Niedermöllern sind 4, in Pomnitz 4 und in
Obermöllern 23 Kriegsopfer zu beklagen.
Niedermöllern und Pomnitz wurden eine Gemeinde
und Erich Härtel wurde erster Bürgermeister der
Nachkriegszeit. Bürgermeister in Obermöllern wurde
Hermann Ungewiß. Obwohl unsre drei Dörfer fast
ausschließlich von der Landwirtschaft geprägt
wurden, hatten auch einige Handwerksbetriebe ihr
Auskommen.

1946
Seit 1933 war die Pfarre in Obermöllern nicht besetzt.
Ab 1946 kommt Pastor Kalkoff in die
Kirchengemeinde und besetzt die Pfarre nach 13
Jahren wieder hauptamtlich.

1947
In Niedermöllern tritt eine Typhusepidemie auf.
Viele Einwohner erkranken. 3 Menschen sterben an
dieser Krankheit.

1948
Durch die Bodenreform bekam in Niedermöllern und
Pomnitz jedes Haus ca. 2 Morgen (1 Morgen = 2500 qm
= 25 a) Wald im Schenkenholz aus dem Besitz des
ehemaligen Klosters Pforta.
Am 20.06.1948 wurde in der von den Westmächten
besetzten Zone eine Währungsreform durchgeführt.
Die Reichsmark wurde durch die Deutsche Mark
ersetzt. Am 23.06.1948 kam es in der sowjetisch
besetzten Zone zu einer improvisierten Währungsre-
form, dabei gab es kein neues Geld, sondern auf die
Reichsmarkscheine wurden nur Kupons gebracht.
Am 25.07.1948 wurden in der sowjetisch besetzten
Zone neue Geldscheine mit dem Wertzeichen
,,Deutsche Mark" ausgegeben.







1949
Für Niedermöllern und Pomnitz wurde die Bergschule
in Bad Kösen und für Obermöllern die Schule in Burg-
heßler und später ebenfalls Bad Kösen die Zentral-
schule. 1950 ging dan die gesamte 8. Klasse den
Weg bei Wind und Wetter, Tag für Tag, nach Bad
Kösen in die Bergschule. Ab 1952 gingen dann die
Schüler ab der 6. Klasse aus allen drei Orten nach
Bad Kösen, wobei dann ein Schulbus eingesetzt
wurde. Die Schüler bis zur 5. Klasse wurden weiterhin
in den Schulen Niedermöllern und Obermöllern
unterrichtet.
Ab September 1959 wurde dann die Schule in Nieder-
möllern endgültig geschlossen und alle Schüler
besuchten die Zentralschule in Bad Kösen.
In Obermöllern wurde neben dem Teich ein Geräte-
haus der Feuerwehr errichtet.


1950
Am 27.06.1950 schließen sich die Gemeinden
Niedermöllern mit Ortsteil Pomnitz und Obermöllern
zur Gemeinde Möllern zusammen. Bei dieser Vereini-
gung haben die Vertreter aus Obermöllern auf dem
Namen ,,Möllern" als Gemeindebezeichnug bestanden.
Als Bürgermeister wurde Wilhelm Busch aus Ober-
möllern eingesetzt.
Am 13.07.1950 erfolgt die Angliederung der Gemeinde
Punschrau an die Gemeinde Möllern.

1951
Am 23.02.1951 erfolgt die Eingemeindung des Bauern-
und Gasthofes Göttersitz zur Gemeinde Möllern. Im
alten Haus von Paul Koschenz (Thieme) in
Niedermöllern, welches heute bereits abgerissen ist,
wurde am 01.07.1951 ein Kindergarten eingerichtet.


1953
In Niedermöllern und Obermöllern wurde aus den
herrenlosen Flächen und devastierten Betrieben ein
,,Örtlicher Landwirtschaftsbetrieb" (ÖLB) mit 84,76 ha
gegründet.
In Obermöllern gab es bekanntlich zwei Gasthäuser.
Zum einen die ,,Gute Quelle" der Familie Reuße und
zum anderen den Gasthof Grober, der gleichzeitig
eine Schmiede betrieben hatte.

1954
Am 01.04.1954 wurde in der Gemeinde Möllern die
LPG mit einer Nutzfläche von 92,0 ha gegründet. Hier
war der Anfang der Großraumbewirtschaftung in
unseren Dörfern.


1955
Die Gemeinde beschloß die Einrichtung eines
Kindergartens in Niedermöllern. Dieser wurde zu
Beginn als Erntekindergarten genutzt und war im
alten Schulgebäude untergebracht. Nachdem der
Gemeindebrunnen in Pomnitz aufgrund ungenügenden
Wasserstandes auf 122m Tiefe gebohrt wurde, wurde
mit dem Bau eines neuen Brunnenhauses begonnen.
Zuvor wurde das alte Brunnenhaus abgetragen.
Von der Großgemeinde Möllern wurde der Antrag zum
Anschluß an die 1940 durch unsere Flur verlegte
Ferngasleitung gestellt. Der Antrag ist von den
Behörden abgelehnt worden.
Der Gasthof in Pomnitz wurde in den 50iger Jahren
geschlossen.


1958
Der Ortsteil Punschrau trennt sich von der Gemeinde
Möllern und schließt sich der Gemeide Hassenhausen
an. Die erste Konsumverkaufstelle für Niedermöllern
und Pomnitz wurde im Jahr 1958 eröffnet.
Am 24.02.1958 brennt eine Scheune in Pomnitz durch
Brandstiftung nieder.
1958 wurde in Obermöllern eine Rinderanlage gebaut.
Diese wurde im Laufe der Jahre den Bedürfnissen
entsprechend vergrößert und modernisiert. In
Niedermöllern wurde begonnen, eine
Jungrinderanlage zu bauen.
In Pomnitz wurde im Oberdorf eine Abwasserleitung
verlegt und in das bestehende Netz des Unterdorfes
eingebunden. Später erfolgte dann die Verrohrung
vom Ortsausgang bis zur Hassel.



1959
In Pomnitz wurde ein Tragkraftspritzenanhänger (TSA)
mit kompletter Ausrüstung angeschafft.
Am 01.04.1959 leben in der Gemeinde Möllern 502
Personen.

1960
Im April 1960 treten die letzten Bauern in die LPG 1.
Mai Möllern ein. In Obermöllern und Niedermöllern
bestehen Erntekindergärten, wobei in Niedermöllern
dann ein Dauerkindergarten eingerichtet wurde.


1961
In Pomnitz wurde der Bau eines Hühnerhauses
begonnen, gleichzeitig baute man in Niedermöllern
eine Kükenaufzuchtanlage und in Pomnitz eine
Brüterei.
In Pomnitz wurde ein neuer Feuerlöschteich angelegt.
Der alte Teich in Pomnitz wurde zugeschüttet.

1962
In Pomnitz wurde ein neues Feuerwehrhaus gebaut.
Für die Feuerwehr in Niedermöllern wurde ein neuer
Tragkraftspritzenanhänger gekauft.


1964
Am 28.05.1964 ging auf den Höhen zwischen Pomnitz,
Niedermöllern und Fränkenau ein Wolkenbruch
nieder. Ungeheure Wassermassen stürzten in
Richtung Pomnitz, Niedermöllern und Bad Kösen.
Dabei wurde ein großer Schaden angerichtet: 4 Keller
in Pomnitz und 18 Keller in Niedermöllern mußten
ausgepumpt werden.

1965
Die LPG baute in Pomnitz eine Reparaturwerkstatt mit
Verwaltung, die anschließend durch einen Garagen-
komplex und eine Tankstelle erweitert wurde.
Aufgrund der unzureichenden Wassermengen, die aus
dem alten Brunnen gewonnen werden konnten,
mußte eine neue Bohrung vorgenommen werden.
Diese Bohrung befand sich am Bauernholz und war
80m tief.
Da jedoch kein Wasser gefunden wurde, schloß man
das Loch wieder.

1966
In Pomnitz wurde eine Leichenhalle gebaut.

1967
Es wurde eine neue Schwesternstation in Pomnitz
eingerichtet.
Durch Brandstiftung wurde ein Heuboden in Pomnitz
völlig zerstört.In Obermöllern wurde ein neuer
Rinderstall gebaut.

1968
In Pomnitz wurden ein Wohnblock und eine
Konsumverkaufsstelle gebaut.
In Niedermöllern wurde die Konsumverkaufsstelle
geschlossen.
Die Ziegelei in Niedermöllern wurde abgerissen.
1969
In Niedermöllern wurde eine Leichenhalle errichtet.
Das Gasthaus ,,Zur Linde" wurde geschlossen.

1970
In Pomnitz wurde das Kulturhaus eröffnet. In diesem
Gebäude befanden sich eine gepflegte Gastronomie
und eine Betriebsküche.
In Obermöllern wurde eine Leichenhalle errichtet.

1974
In Pomnitz wurde neben dem Kulturhaus eine
moderne Kegelbahn gebaut.
Es kam erneut zum Zusammenschluß der
angrenzenden LPG´n zur ,,Kooperativen Abteilung
Pflanzenproduktion" mit einer Nutzfläche von 4389
ha.
Zwischen Pomnitz und Punschrau wurde eine Beton-
straße gebaut. Das Pomnitzer Ortsnetz wurde an eine
Fernwasserleitung (Finne-Wasserleitung) ange-
schlossen, die von dem Wasserwerk Wischroda kam.
Zwei Jahre später wurde auch in Obermöllern ein
neues Ortsnetz installiert und an die Finne-Wasser-
leitung angeschlossen. Ein Jahr danach wurde
ebenfalls in Niedermöllern ein Ortsnetz angelegt und
an die Finne-Wasserleitung angeschlossen.
1975
In Obermöllern wurde eine Abwasserleitung verlegt.

1976
Nach der Gründung der LPG Pflanzenproduktion
schlossen sich die herausgelösten Tierproduktions-
betriebe Möllern und Hassenhausen zur LPG Tier-
produktion Möllern mit Sitz in Hassenhausen zu-
sammen.

1977
In diesen Jahr wurde die Einrichtung von Exquisit-
Läden verkündet.

1982
In Pomnitz ließ die LPG Pflanzenproduktion einen
neuen Wohnblock mit 12 Wohnungen errichten.

1983
In Niedermöllern und Pomnitz sowie in Obermöllern
wurden Antennengemeinschaften gegründet. Durch
die Eigenfinanzierung der drei Orte wurde eine
moderne Antennenanlage gekauft und installiert.
Wobei Niedermöllern und Pomnitz den Anschluß an die
bestehende Empfangsanlage in Fränkenau vorge-
zogen hatte, wurde in Obermöllern eine eigene
Empfangsstation errichtet.

1984
Der neue Wohnblock mit 12 Wohnungen in Pomnitz
wurde fertiggestellt und war bezugsfertig.

1985
Der Kindergarten wurde verlegt und zwar in die
ehemalige Lehrerwohnung und den Klassenraum der
alten Schule. Um eine komplette Kinderbetreuung zu
gewährleisten, wurde auf dem ehemaligen Schulhof in
Niedermöllern ein Erweiterungsbau des Kindergartens
mit Kinderkrippe vorgenommen. Bauträger war die
LPG.
Die Automatik der Kegelbahn in Pomnitz war defekt
und wurde nicht wieder repariert. Die Kegelbahn
wurde zum Leidwesen der eifrigen Nutzer
geschlossen.

1986
In Niedermöllern wurde eine neue Konsumverkaufs-
stelle gebaut und am 31.03.1986 eröffnet. Weiterhin
wurde in Niedermöllern der Abwassergraben reguliert
und 100m Fußweg erneuert.

1989
Mit viel Eigeninitiative der Einwohner von Nieder-
möllern wurde eine Gaststätte eingerichtet.
1990
Mit Beschluß der Vollversammlung wurde am 30.06.91
rückwirkend zum 31.12.1990 die LPG (P)
Hassenhausen in ihre ursprünglichen Genossen-
schaften aufgelöst.
1990 wurde das Kulturhaus in Pomnitz geschlossen.
Obwohl später ein Interessent das Gebäude nutzte
und als Disco umbaute, hatte es keine Überlebens-
chance. Heute ist das Gebäude dem Verfall preis-
gegeben und für den Abriß vorgesehen.

1991
Am 24.05.1991 erfolgte die Teilung der LPG (T)
Hassenhausen in die einst zusammengeschlossenen
LPGen Möllern und Hassenhausen.
Die LPG Möllern wurde mit Beschluß vom 16.09.1991
rückwirkend zum 01.07.1991 zur Vermögens-
gemeinschaft Möllern e.G. umgewandelt. Sie betreibt
weiterhin Landwirtschaft.

1992
In den Jahren von 1992-1995 wurden in Niedermöllern
der Dorfplatz und Fußwege neu gestaltet und gepflast-
ert.
1993
Am 18.05.1993 gingen starke Niederschläge auf den
Höhen zwischen Niedermöllern und Fränkenau nieder.
Wasser und Schlammassen stürzten in das Dorf ein.
Daraufhin mußten viele Keller ausgepumpt werden,
auch die Wege und Straßen mußten vom Schlamm
gereinigt werden.

1994
Der Ortsteil Obermöllern wurde für vier Jahre in das
Dorferneuerungsprogramm aufgenommen. Kurz darauf
wurden die Fußwege erneuert.
Im Dezember 1994 wurde für die Gemeinde Möllern ein
neues Löschfahrzeug gekauft. Das alte Löschfahrzeug
wurde zwei Jahre später zur Gemeinde Eulau umge-
setzt. Die Familie Reinhard Panse aus Obermöllern hat
auf dem Haardtberg eine Windkraftanlage errichten
lassen.

1996
In Pomnitz wurde das Kanalsystem und die Fußwege
entlang der Durchfahrtsstraße erneuert.

1997 - 1998
Im Rahmen des landwirtschaftlichen
Wirtschaftswegebaus wurde der Verbindungsweg von
Pomnitz nach Hohndorf und weiter nach Spielberg
ausgebaut. Daran war die Vermögensgemeinschaft
Möllern e.G. finanziell beteiligt.
1998
Der Ortsteil Pomnitz wurde für vier Jahre in das Dorfer-
neuerungsprogramm aufgenommen. Im selben Jahr
noch wurden in Pomnitz der Dorfplatz und die Wege
um ein Gehöft zum Friedhof sowie die Fußwege
entlang der Durchfahrtsstraße bis zu den Ortsaus-
gängen neu gestaltet. Es erfolgte 1999 die grundhafte
Erneuerung der Wege im Oberdorf am Schöpfbrunnen,
mit gleichzeitiger Verlegung von Trinkwasser-,
Abwasser- und Regenwasserleitung. Desweiteren
wurden die Elektro- und Telefonkabel in die Erde
verlegt und alle Hausanschlüsse erneuert. Letztlich
wurde im Jahre 2001 die komplette Erneuerung des
Platzes am Leierbrunnen mit gleichzeitiger Erneuer-
ung aller Versorgungs- und Abwasserleitungen durch-
geführt.
Es wurde ein Verbindungsweg von Obermöllern nach
Städten im Rahmen des landwirtschaftlichen
Wirtschaftswegebaus ausgebaut.

1999
Die Freileitung von Fränkenau nach Pomnitz wurde als
Erdkabel verlegt. Eine neue Trafostation wurde neben
das Kulturhaus gesetzt und anschließend die Erdkabel
nach Niedermöllern und Obermöllern weitergeführt
und ebenfalls neue Trafostationen errichtet.

2002
Die Deutsche Mark wurde im Jahre 2002 vom EURO
als Zahlungsmittel abgelöst.
Der Ortsteil Niedermöllern wird in das Dorferneuer-
ungsprogramm für die Zeit von vier Jahren aufge-
nommen.

In den Jahren von 1991-2002 sind in der Gemeinde im
Rahmen der Dorferneuerung/Wegebau/Investpau-
schale Investitionen im Wert von 3.790.000,-DM mit
einem Eigenanteil von 920.000,-DM durchgeführt
worden. Wie gut das Management bei all den durchge-
führten Maßnahmen gewesen ist, beweist, daß die
Verschuldung der Gemeinde nur 160,-DM pro Ein-
wohner beträgt.